Klatsche in Mannheim

Simon Birkefeld stemmt sich gegen die Niederlage
Foto: Alibek Käsler

Dabei fing alles so gut an. Die Jungs standen in der 6:0-Abwehr stabil. Im Angriff spielten sie mit Tempo und Abschlussstärke. Domagoj Pavlovic schaffte es immer wieder Marino Maric oder Julius Kühn in Stellung zu bringen, denen dann auch fantastische Abschlüsse gelangen. Die Effektivität war hervorragend. Auch Michael Müller begann sehr stark. Toller Zug zum Tor, Klasse eins-gegen-eins. Es lief für unsere Mannschaft.

Auswärtsfahrten

Doch dann kam ab der 13. Minute beim Stand 8:7 aus Melsunger Sicht der Bruch ins Spiel. Heiko wechselt die Formationen durch um die Kräfte zu schonen und das nutzen die Rhein-Neckar Löwen geschickt. Sie startete einen 4:0 Lauf. Ein Nackenschlag von dem sich unsere Mannschaft bis zu Pause nicht mehr erholen sollte. Halbzeitstand 13:17 aus Sicht der MT.

Jetzt hofften alle Fans, dass Heiko die Jungs in der Kabine wieder in die Spur bringen kann. Allerdings war diese Hoffnung nicht von langer Dauer.

Nach der Pause kam die Mannschaft zwar körperlich auf die Platte zurück, allerdings waren Einstellung, Wille und Kampfgeist in der Kabine geblieben.

Die Deckungsarbeit wurde vollständig eingestellt. Im Angriff häuften sich die technischen Fehler. Das nutzen die Löwen für ihr belietes Tempospiel und liefen einen Gegenstoß nach dem anderen. Heiko versuchte in seinen verbleibenden zwei Auszeiten jeweils die Mannschaft wachzurütteln, allerding zeigte die keine Reaktion.  Einzig Simon Birkefeldt der in den letzten 15 Minuten eingewechselt wurde, stemmt sich mit seinen 6 Toren gegen eine noch deutlicher Niederlage.

“Wir spielen gegen die Rhein-Neckar Löwen, aber haben keine Körpersprache, keinen Zug zum Tor!”

Heiko Grimm in seiner ersten Auszeit in Halbzeit 2
Heiko Grimm beim Spiel in Mannheim
Foto: Alibek Käsler

Als Andy Schmid die Mannheimer in der 40. Minute mit 10 Toren in Front brachte, wusste selbst Sky-Experte Martin Schwalb nicht mehr weiter. Er und Moderator Markus Götz wunderten sich nur noch über diese 2. Halbzeit der MT.

Letzendlich ging das Spiel mit 34:26 verdient an die Rhein-Neckar Löwen.
Herzlichen Glückwunsch dazu.

Allerdings müssen wir recht ernüchtert feststellen, dass wir gegen Magdeburg ein schlechtes Spiel abgeliefert haben. Gegen Bietigheim eine sehr schlechte erste Halbzeit gespielt haben. Hier wurde die Blamage nur durch eine gute 2. Halbzeit verhindert. Und gestern wurden uns auch ganz klar die Grenzen aufgezeit.

Auch die Argumentation der Verantwortlichen nach dem Magdeburg Spiel, dass es ja “nur” ein Spiel war, hält nicht mehr Stand. Mittlerweile haben wir von 3 Spielen 2,5 schlecht gespielt.

Stimmen zum Spiel:

In der ersten Halbzeit haben wir uns an unseren Plan gehalten und hatten auch den Glauben an uns. Aber in der zweiten Hälfte haben wir uns hängen lassen. Nach dem Vier-Tore-Rückstand zur Pause hatten wir uns vorgenommen, nach Wiederanpfiff auf zunächst zwei zu verkürzen und dadurch den Gegner wieder in Bedrängnis zu bringen. Das ist uns bekanntlich nicht gelungen. Wir hatten stattdessen Fehlversuche und haben kaum einmal Zweikämpfe gewonnen. Warum das so war, ist jetzt kurz nach dem Abpfiff  noch nicht zu erklären. Wir werden dieses Spiel intensiv besprechen müssen.

Heiko Grimm nach dem Spiel

Die Mannschaft hat gut in das Spiel hineingefunden und vieles von dem umgesetzt, was sie sich vorgenommen hatte. Dass dann ein Einbruch erfolgte, war so nicht zu erwarten. In der zweiten Halbzeit gab es leider kaum noch Gegenwehr, die Mannschaft hat sich sozusagen ergeben. Wie man es dreht und wendet, es war von allem, was gezeigt wurde, viel zu wenig. Man kann gegen die Rhein-Neckar Löwen verlieren, aber nicht auf diese Art und Weise. Einziger Lichtblick in der zweiten Hälfte war Simon Birkefeldt mit einigen guten Torwurfszenen.

Axel Geerken nach dem Spiel

Statistik

Rhein Neckar Löwen – MT Melsungen 34:26 (17:13)

Rhein Neckar Löwen – Appelgren (1.-60 Min.; 13 Paraden / 26 Gegentore), Palicka (n.e.) – Schmid 8/1, Lipovina, Sigurdsson 6/5, Radivojevic, Tollbring, Abutovic, Mensah Larsen 2, Fäth 4, Groetzki 2, Taleski, Guardiola, Petersson 6, Nielsen, Kohlbacher 6 – Trainer: Nikolaj Jacobsen.

MT Melsungen: Sjöstrand (1.- 30. Min., 43. Min. beim Siebenmeter; 10/1 P. / 17 G.), Simic (30.-60. Min.; 4 P. / 17 G.), – Maric 3, Kühn 6, Lemke, Ignatow, Kunkel 2, Mikkelsen 3/2, Danner, P. Müller, Schneider, Allendorf, Birkefeldt 6, M. Müller 4, Pavlovic 2 – Trainer: Heiko Grimm.

Schiedsrichter: Robert Schulze / Tobias Tönnies (beide Magdeburg)

Zeitstrafen: 2 – 2 Minuten (Guardiola – Kühn)

Strafwürfe: 6/7 – 2/2 (Sigurdsson scheitert an Sjöstrand, 43. Min.)

Zuschauer: 5.866, SAP Arena, Mannheim

Pressekonferenz

Pressekonferenz nach dem Spiel in Mannheim

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